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Webdesign und SEO in Pforzheim

Pforzheim ist geprägt von produzierendem Mittelstand: Schmuck, Präzisions- und Medizintechnik. Deren Digitalisierung beginnt in der Warenwirtschaft, nicht auf der Startseite.

Entfernung
13,6 km
Fahrzeit
ca. 18 Min
Verbindung
B10

Unser Sitz ist Remchingen, 13,6 Kilometer und rund 18 Minuten über die B10 von Pforzheim entfernt. Remchingen gehört zum Enzkreis, dessen Landratsamt in Pforzheim sitzt. Wir sind hier also nicht Dienstleister aus einer anderen Region, sondern aus dem eigenen Landkreis.

Was Digitalisierung in Pforzheim von anderswo unterscheidet

Pforzheim ist ein Produktionsstandort. Die Stadt ist historisch das Zentrum der deutschen Schmuck- und Uhrenindustrie, und aus dieser Tradition heraus haben sich Präzisionstechnik, Oberflächentechnik und Medizintechnik entwickelt. Dazu kommt die Hochschule Pforzheim mit ihren Schwerpunkten Wirtschaftsingenieurwesen und Design.

Für die Digitalisierung heißt das etwas sehr Konkretes: Der teuerste Vorgang ist selten der Vertrieb, sondern die Verwaltung der Fertigung. Stücklisten, die in drei Systemen unterschiedlich aussehen. Auftragsdaten, die aus einer Mail in die Warenwirtschaft abgetippt werden. Chargen und Seriennummern, die für die Nachverfolgbarkeit gebraucht werden, aber nur auf Papier existieren.

Rückverfolgbarkeit ist in der Medizintechnik keine Kür

Wer als Zulieferer in der Medizintechnik arbeitet, kennt die Anforderung aus der EU-Medizinprodukteverordnung. Artikel 25 der Verordnung (EU) 2017/745 verlangt, dass Wirtschaftsakteure der zuständigen Behörde gegenüber angeben können, an welche Wirtschaftsakteure sie ein Produkt direkt abgegeben und von welchen sie es direkt bezogen haben.

Das klingt nach einer Formalie und ist im Alltag eine Datenfrage. Wer Chargen auf Laufzetteln führt und Lieferscheine in Ordnern ablegt, kann die Auskunft geben. Nur dauert sie dann Tage statt Minuten, und jede Nachfrage bindet dieselbe Person, die sonst produziert.

Der Einstieg ist deshalb selten ein neues System, sondern eine durchgängige Nummer: Charge, Auftrag und Lieferschein bekommen einen gemeinsamen Schlüssel, der überall mitgeführt wird. Danach ist die Auskunft eine Abfrage. Das ist unspektakulär, aber es ist der Punkt, an dem die meisten Betriebe stehen bleiben.

Was eine Website im Zulieferbetrieb leisten muss

Bei produzierenden Betrieben führt der Auftritt ein Eigenleben: Er wurde vor Jahren gebaut, seitdem gepflegt, wenn Zeit war, und niemand kann sagen, ob er Anfragen bringt. Das liegt selten am Aussehen. Es liegt fast immer daran, wonach die Seite gegliedert ist.

Wer im technischen B2B einkauft, sucht nicht nach einer Branche, sondern nach einem Verfahren, einem Werkstoff oder einer Toleranz. Eine Seite, die nach der eigenen Firmenstruktur gegliedert ist, also Über uns, Produkte, Kontakt, hat für diese Suchen keine Landestelle. Eine Seite, die je Fertigungsverfahren eine eigene Seite hat, schon.

  • Je Verfahren oder Werkstoff eine eigene Seite statt einer Sammelseite mit Aufzählung.
  • Toleranzen, Losgrößen und Materialien im Seitentext, nicht nur im PDF. Datenblätter werden zwar indexiert, ranken aber schlechter als eine HTML-Seite und helfen der Seite nicht, auf der sie liegen.
  • Anwendungsfälle statt Produktnamen: Ein Einkäufer kennt sein Problem, nicht Ihre interne Bezeichnung.
  • Ansprechpartner mit Namen. Im Zuliefergeschäft entscheidet oft, ob jemand erreichbar wirkt.

Das Suchvolumen solcher Begriffe ist klein, oft zweistellig im Monat. Dafür ist die Absicht dahinter eindeutig: Wer nach einem Verfahren mit einer konkreten Toleranz sucht, hat ein Bauteil vor sich liegen. Zehn solcher Anfragen sind im Zuliefergeschäft mehr wert als tausend Besucher auf einer Seite über die Firmengeschichte.

Typische Anlässe im Raum Pforzheim

AnlassWoran es meistens liegtPassende Leistung
Auftragsdaten werden mehrfach erfasstMail, Warenwirtschaft und Fertigung sprechen nicht miteinanderProzessautomatisierung
Nachverfolgbarkeit kostet ZeitChargendaten liegen auf Papier oder in EinzeltabellenProzessautomatisierung
Immer dieselben Rückfragen von KundenLieferstatus und technische Daten sind nicht selbst abrufbarChatbots
Der Auftritt zeigt nicht, was das Haus kannGewachsene Seite ohne PflegekonzeptWebdesign
Was produzierende Betriebe zuerst beschäftigt

Was wir bei Edelmetall nicht anfassen

In der Schmuckbranche kommt eine Besonderheit hinzu, die anderswo fehlt: Materialbuchhaltung. Feingehalt, Einwaage, Verlust bei der Bearbeitung, Rückgewinnung aus Scheidgut: eine eigene Rechnung neben der kaufmännischen, und sie wird in aller Regel von Fachsoftware geführt, die genau dafür gebaut wurde.

Wir ersetzen solche Systeme nicht und raten auch davon ab. Was sich lohnt, ist die Verbindung: dass ein Auftrag nicht zweimal erfasst wird, weil Warenwirtschaft und Materialbuchhaltung nichts voneinander wissen. Wo eine Schnittstelle fehlt, sagen wir das und nennen den Aufwand für einen Export-Import-Weg, statt eine Integration zu versprechen, die das System nicht hergibt.

Ein typischer erster Schritt, konkret

Der häufigste Anlass im Raum Pforzheim ist die Auftragserfassung. Eine Bestellung kommt als PDF im Mailanhang, jemand liest sie und tippt Positionen in die Warenwirtschaft. Dieselben Daten wandern später in die Fertigungspapiere.

  • Auslesen: Positionen, Mengen und Termine werden aus dem PDF gelesen und als Vorschlag angezeigt.
  • Abgleichen: Artikelnummern werden gegen den Stamm geprüft. Treffer werden übernommen, Unklares wird markiert statt geraten.
  • Bestätigen: eine Person sieht die Abweichungen durch und gibt frei.
  • Übergeben: die Warenwirtschaft bekommt den Auftrag über die Schnittstelle, nicht über die Tastatur.

Auffällig ist meist Schritt zwei. Sobald Artikelnummern maschinell abgeglichen werden, zeigt sich, wie viele Dubletten und tote Einträge im Stamm liegen. Das sind Erkenntnisse, die vorher niemand hatte, weil ein Mensch beim Tippen still korrigiert. Diesen Aufräumteil rechnen wir vorab ein, statt ihn später als Mehraufwand nachzureichen.

KI im Mittelstand, nüchtern betrachtet

Bei KI raten wir produzierenden Betrieben meistens zur kleineren Variante. Ein Modell, das Anfragen vorsortiert oder Datenblätter durchsuchbar macht, zahlt sich schneller aus als ein Projekt, das die gesamte Fertigungsplanung ablösen soll, und es lässt sich zurückdrehen, wenn es nicht trägt.

Was damit gemeint ist, lässt sich an einem Beispiel zeigen, das in fast jedem Betrieb passt: Datenblätter, Prüfprotokolle und Freigaben liegen als PDF auf einem Laufwerk, gefunden werden sie über Ordnernamen und Erinnerung. Ein Modell, das diese Dokumente durchsuchbar macht und die Fundstelle mit angibt, ersetzt keinen Prozess und ändert kein System, sondern spart die Viertelstunde, die heute jede Rückfrage kostet. Solche Vorhaben sind in Wochen umgesetzt statt in Quartalen, und wenn sie nicht tragen, ist nichts verloren außer dem Versuch.

Wo Konstruktionsdaten oder Rezepturen im Spiel sind, stellt sich zusätzlich die Frage, was das Haus verlassen darf. Dafür gibt es Modelle, die auf eigener Infrastruktur laufen. Die rechtliche Seite (DSGVO und die Pflichten aus dem EU AI Act) haben wir auf einer eigenen Seite zusammengefasst.

Häufige Fragen

Sind Sie ein Anbieter aus Pforzheim?
Unser Sitz ist Remchingen, 13,6 Kilometer von Pforzheim entfernt und im selben Landkreis, dem Enzkreis, dessen Landratsamt in Pforzheim sitzt. Ein Büro in der Stadt haben wir nicht und geben auch keines an. Termine vor Ort finden bei Ihnen statt.
Arbeiten Sie mit produzierenden Betrieben?
Ja. Der Einstieg ist dort meistens nicht die Website, sondern der Weg vom Auftrag bis zur Rechnung: Doppelerfassungen zwischen Mail, Warenwirtschaft und Fertigung. Was sich davon lohnt zu automatisieren, klären wir vorab kostenlos.
Was kostet eine Prozessautomatisierung?
Sie beginnt bei 2.500 Euro zzgl. USt., die übliche Projektdauer liegt zwischen zwei und sechs Wochen. Der Rahmen hängt davon ab, wie viele Systeme beteiligt sind und ob sie eine Schnittstelle mitbringen.
Können Sie unsere bestehende Warenwirtschaft anbinden?
In den meisten Fällen ja. Entscheidend ist, ob das System eine Schnittstelle oder wenigstens einen Export anbietet. Gibt es beides nicht, sagen wir das und nennen den Aufwand, statt ihn zu verstecken.
Lohnt sich KI für einen Betrieb mit 20 Mitarbeitern?
Für eng umrissene Aufgaben oft ja, für den großen Wurf selten. Anfragen vorsortieren oder Datenblätter durchsuchbar machen rechnet sich meist innerhalb weniger Monate. Ein Projekt, das die Fertigungsplanung ablösen soll, in dieser Größenordnung eher nicht.
Was verlangt die MDR von Zulieferern bei der Rückverfolgbarkeit?
Artikel 25 der Verordnung (EU) 2017/745 verlangt von Wirtschaftsakteuren, dass sie der zuständigen Behörde gegenüber angeben können, an welche Wirtschaftsakteure sie ein Produkt direkt abgegeben und von welchen sie es direkt bezogen haben. Zusätzlich sind Gesundheitseinrichtungen zu benennen, an die direkt abgegeben wurde. Entscheidend ist nicht die Form der Ablage, sondern dass die Auskunft im geforderten Zeitraum möglich ist.
Woran scheitert Automatisierung in der Fertigung am häufigsten?
Nicht an der Technik, sondern an uneinheitlichen Stammdaten. Wenn derselbe Artikel in Warenwirtschaft, Fertigung und Einkauf drei Bezeichnungen hat, gleicht ein Mensch das beim Tippen unbemerkt aus. Eine Automatisierung kann das nicht. Deshalb gehört das Aufräumen der Stammdaten in den Projektumfang und nicht in die Nachbetrachtung.
Was ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag und wann brauche ich einen?
Er ist nach Artikel 28 DSGVO nötig, sobald ein Dienstleister personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag verarbeitet, etwa ein Cloud-Anbieter, der Ihre Kundendaten speichert. Für reine Fertigungs- und Materialdaten ohne Personenbezug braucht es ihn nicht. Läuft die Verarbeitung auf eigener Infrastruktur, entfällt die Frage ganz.

Sie sitzen in Pforzheim und wollen wissen, was sich bei Ihnen lohnt? Die Bestandsaufnahme ist kostenlos.

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